Projekte 2017

 „Powerplay im Euroraum – Planspiel zur europäischen Wirtschafts- und Währungsunion“

 

Zwischen dem 26.04.2017 und dem 28.04.2017 nahmen die zwei Sozialwissenschaftskurse der Q1 an dem Semir „Powerplay im Euroraum – Planspiel zur europäischen Wirtschafts- und Währungsunion“ des CIVIC-Instituts Düsseldorf teil.

In unserer ersten Seminarsitzung am Mittwoch bereiteten die Seminarleiter uns auf das kommende Planspiel vor:

Damit wir den Prozess der Gesetzgebung in der EU möglichst realitätsnah nachspielen konnten, brauchten wir Grundwissen, das wir uns an diesem ersten Tag des insgesamt dreitägigen EU-Seminars erarbeiteten. Nach einer kurzen Vorstellung überprüften die Moderatoren der Karl-Arnold-Stiftung, wie viel wir schon wissen, indem sie uns zu jedem Buchstaben des Alphabets einen Begriff, der zur EU passt, suchen ließen. Hierzu wurde der Kurs in zwei Gruppen geteilt, von der jede jeden Buchstaben einzeln ausgedruckt bekam. Anschließend wurden die Ergebnisse der Gruppen präsentiert und erläutert.

 Im nächsten Schritt beschäftigten wir uns mit der Geschichte der EU, weshalb wieder zwei neue Gruppen gebildet wurden. Beide Gruppen bekamen jeweils einen Papierstapel mit Daten, Ereignissen und Bildern, die wie ein Zeitstrahl angeordnet und sortiert werden sollten. Im Anschluss verglichen die Gruppen ihre Ergebnisse und der Seminarleiter erzählte zu jedem der Ereignisse noch etwas.

 Dann beschäftigten wir uns mit den Institutionen der EU, die für das kommende Planspiel wichtig waren (Rat der EU, Europäisches Parlament, Kommission, Europäischer Gerichtshof und die EZB). Um unnötige Arbeit zu vermeiden, wurden wir nochmals in fünf Gruppen eingeteilt. Diesmal bekam jede Gruppe eine Institution zugewiesen, zu welcher ein Plakat gestaltet werden sollte. Die Plakate wurden dann in einem Gallery-Walk präsentiert, sodass jeder Seminarteilnehmer jede Institution erklärt bekommen hat.

 In einer anschließenden Fragerunde konnten offene Fragen geklärt werden.

 Am zweiten Tag unseres Seminares haben wir zuerst einen Vortrag gehört, der uns mit einigen wirtschaftlichen Anekdoten die allgemeinen Prozesse der Gesetzgebung näherbringen sollte.

 Im Anschluss an den Vortrag ging es mit dem zentralen Punkt des Tages weiter: dem Planspiel. Am Anfang bekam jeder Teilnehmer einige Unterlagen, die wir alle sehr sorgfältig studierten und die die Durchführung des Planspiels ermöglichten: eigene Rollen, Informationen über die Haltungen zu gewissen Themen, Eckdaten zu den jeweiligen Ländern oder Fraktionen und dem Szenario, welches das Planspiel behandelt.

 Die Unterlagen teilten uns in drei Hauptgruppen ein: Rat, Parlament und Kommission. Wir wurden in verschiedene Räume separiert, in der die jeweiligen Instanzen unter sich waren, um in Ruhe über Gesetzesvorschläge seitens der Kommission zu diskutieren und die dazugehörigen Abstimmungen zu vollziehen.

 In den verschiedenen Gremien wurden jeweils die geänderten Vorschläge der anderen Instanzen überprüft und gegebenenfalls abgeändert.

 Am letzten Tag des Seminars fuhren die beiden Kurse freitags nach Brüssel, um dort ihr neu erlerntes Wissen durch Vorträge und einen Museumsbesuch zu vertiefen und das Theoretische in der Realität zu erleben, aber auch um ein authentisches europäisches Gefühl zu bekommen.

 Nach der Ankunft in Brüssel begannen wir den Tag mit einem Rundgang durch das „Europäische Viertel“ und schauten uns die verschiedenen Institutionen, wie z.B. die Kommission, von außen an. Nach dieser Erkundungstour machten wir uns auf den Weg zum Parlament, die Institution, mit der wir uns den ganzen Tag über genauer beschäftigten. Im Parlament hörten wir, bevor wir in den Plenarsaal gingen, einen aufschlussreichen Vortrag des Besucherzentrums über die verschiedenen Institutionen und deren Aufgaben. Abschließend besuchten wir das Parlamentarium, ein Museum zur europäischen Geschichte und dem Parlament, dort nahmen wir zusätzlich an einer Rallye teil. Bevor wir uns zurück auf den Weg nach Troisdorf machten gingen wir noch in die Altstadt von Brüssel, wo wir uns mit typisch belgischen Pommes und Waffeln stärkten.

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 Wir sind die EU

Lied aus dem Sozialwissenschaften-Unterricht der Q1 bei Bernd Singenstreu. Bitte auf dem Bild klicken:

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